Fragile
Produktionsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2005
Länge: 93 min
FSK: 16
Handlung: Amy Nicholls beginnt ihre Arbeit im Krankenhaus Mercy Falls auf der Isle of Wight nachdem ihre Vorgängerin den Job aufgab. Das Krankenhaus steht kurz vor der Schließung und die letzten 8 Kinder warten auf den bevorstehenden Umzug ins neue Krankenhaus, der nur durch einen Zugunglück aufgeschoben wurde. Mit den Kindern freundet sie sich schnell an, besonders mit dem kleinen Mädchen Maggie, die scheinbar so anders ist als die anderen. Sie spricht von Charlotte, dem mechanischem Mädchen und warnt davor sie zu verärgern. Aber es muss natürlich kommen, was kommen musste.
-
“Fragile” wurde von “Jacob’s Ladder” inspiriert, hat damit allerdings eher weniger zu tun. Das einzige, was sie wohl verbindet, ist der Body-Horror. Aber auch davon bekommt man hier eher weniger zu sehen.
Der Film startet recht atmosphärisch, entwickelt sich dann aber leider immer mehr zu einem großen Klischee. Es gab auch hier schöne und interessante Grundideen, die aber leider einfach verloren gehen unter all den vorhersehbaren Geschehnissen. Die überraschende Wendung konnte mich nicht überzeugen. Zwar hatte ich es nicht kommen sehen, ist aber eben genau solch eine Wendung, die man so oft in solchen Filmen vorgesetzt bekommt.
Das Finale wirkte ein wenig schwach, wenn auch das Ende selbst meiner Meinung nach wieder gelungen war. Schade das die Macher sich letztendlich so auf die alt hergebrachten Horrorelemente stützen mussten und den ganzen Film damit eher zu einem Einheitsbrei gemischt haben.
Man könnte auch die ein oder andere Logik anprangern, aber das ist bei den meisten Filmen im Horrorgenre irgendwie möglich. Nur warum der Geist am Ende seine Kräfte nicht eingesetzt hat, hat mich dann doch ziemlich gewurmt. Aber die Kinderdarsteller haben hier in diesem Film wirklich eine überzeugende Rolle gespielt!
Schlecht ist der Film jedenfalls nicht, man kann sich damit schon einen Abend unterhalten. Für den richtigen Horrorkick ist er allerdings eher ungeeignet. Wer Geisterfilme generell sehr ansprechend findet, findet bestimmt auch Gefallen an “Fragile”!
Misery
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1990
Länge: 103 min
FSK: 16
Handlung: Paul Sheldon, der berühmte Autor der Buchreihe “Misery”, beendet sein letztes Buch wie gewohnt in einer verlassenen Hütte in den Bergen. Als er sich auf den Rückweg begibt, wird er von einem schweren Sturm überrascht und kommt von der Straße ab. Schwer verletzt wird er von der Krankenschwester Annie Wilkes gefunden und geborgen. Von dort an beginnt eine Gefangenschaft, die er sich wahrscheinlich nicht einmal für einen seiner Romane hätte ausdenken können.
-
Die Geschichte ist nicht neu und wird sicher vielen sehr bekannt vorkommen - “Sie” von Stephen King bzw. “Misery”, wie es im Originalen heißt. Auch das ist wieder ein sehr alter Film, aber den hab ich mir dieses Mal einfach angesehen weil ich die Romanvorlage sehr gern habe.
Der Film hielt sich, zu meiner Freude, ziemlich genau an die Vorlage. Von ganzen Zitaten bis hin zum Keramikpinguin, was mir natürlich sehr gut gefallen hat. Die Änderungen, die sie vorgenommen haben um mehr Details in den Film zu bringen, waren auch recht gut gemacht und gelungen. Das Haus von Annie war auch genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte, genau so wie die beklemmende Stimmung bei dem Blick aus dem Fenster in den Schneesturm. Man kann also sagen, das die Verfilmung recht gut gelungen ist.
Leute, die das Buch wahrscheinlich nicht kennen bzw. noch gar nicht mit der Geschichte vertraut sind, werden den Film wahrscheinlich als eher langweilig empfinden. Trotz der detailgetreuen Verfilmung empfand ich leider auch nie die Spannung, die zwischen Sheldon und Annie herrscht. Annie wirkt in ihren guten Momenten leider auch noch viel zu nett auf mich.
Alle die, die das Buch aber kennen, bekommen hiermit eine recht gute Verfilmung geboten.
Wir haben aber auch hier wieder einen sehr milden Film, den sich auch Leute mit einem dünneren Nervenkostüm gut ansehen können. Es ist wahrscheinlich doch eher Thriller als Horror, also mehr Spannung als Schrecken.
Ants on a plane - Tod im Handgepäck
Produktionsland: Kanada
Erscheinungsjahr: 2007
Länge: 89 min
FSK: ?
Handlung: Auf dem Flug von Kolumbien nach Atlanta bricht die Hölle aus - ein Mann bricht tot zusammen und aus seinem Körper krabbeln Millionen von hochgiftigen Ameisen. Nun geraten auch die anderen Passagiere in Panik als Insektenforcherin Carrie Ross erkennt, das es sich zu allem Überfluss auch noch um genetisch veränderte, intelligente und aggressive Ameisen handelt. Notfalllandungen schlagen fehl denn keine Regierung will die Biester in seinem Land und betrachtet die Passagiere noch dazu als Terroristen mit dem Befehl zur Eliminierung.
-
Hm. Nein, ich bin immer noch kein Freund von Tierhorror-Filmen und ich war auch für einen Moment überlegt es vielleicht bei Trash einzuordnen, aber Trash würde voraussetzen das es zumindest irgendeinen Unterhaltungsfaktor hat - der Film hier ist aber eben einfach nur schlecht.
Nein, die Ameisen sind nicht riesig, das sind ganz normale, kleine Ameisen. So, wie sie jeder von uns wohl schon gesehen hat, außer wahrscheinlich manche Regierungschefs dort im Film. Und außer wahrscheinlich jeder Passagier in diesem Flugzeug. Ein Grund, wieso ich Tierhorrorfilme nicht so ganz leiden kann: Sie sind eben einfach albern.
Es gibt 100 Möglichkeiten eine Ameise zu töten aber man kann natürlich durchaus auch eine sehr große Sache draus machen. Borsäure herstellen, zum Beispiel. Im Flugzeug. Wie praktisch das sie eigens dafür eine Insektenforscherin aus dem Bereich der Seuchenkontrolle an ihrer Seite haben, wo wären ansonsten die ganzen Leute am Ende nur gelandet…?
Ein Teil der Ameisen wurden dabei offensichtlich animiert, und diese Szenen werden auch gern recht oft im Film genutzt. Dann war die aufkeimende, stereotypische Romanze da direkt am Krisenherd auch recht unpassend und die Geräusche, die diese Nahaufnahmen der Ameisen gemacht haben, klangen eigentlich eher nach irgendwelchen Nagern.
Das Ende ist auch vorhersehbar und wenig überraschend, genau so klischeehaft wie der gesamte Rest vom Film. Das dabei keine Spannung aufkam, muss ich wahrscheinlich nicht weiter erwähnen. Also wird “Ants on a plane” wahrscheinlich nur Horror für solche Leute sein, die sowieso schon irgendeine Krabbeltier-Phobie haben. Spaß haben kann man dabei aber trotzdem, wenn man sich den Film in Gesellschaft anschaut und all die Kleinigkeiten mal aufzählt und herzlich darüber lacht.
Mal sehen was dann als nächstes folgt. Eigentlich wäre ich dann nun noch für “piranhas on a plane”.
Clive Barker’s Book of Blood
Produktionsland: UK
Erscheinungsjahr: 2008
Länge: 96 min
FSK: 16
Handlung: Wyburd, ein Auftragsmörder mit der Spezialität Tätowierungen zu entfernen, hat eines Tages den jungen Simon McNeal auf seinem Tisch liegen. Seine Haut ist übersäht mit Narben von eingeritzen Worten und Erzählungen. Er verspricht dem Jungen seinen Tod schnell zu gestalten, wenn er ihm nur verraten würde woher diese Narben stammen. So erzählt Simon von Mary Florescu, von dem Haus in Edinburgh und der Kreuzung der Toten.
-
Wie man das am Namen schon vermuten könnte - der Film beruht auf eine Kurzgeschichte, geschrieben von Clive Barker. Genauer genommen ist es der erste Teil der Rahmenhandlung für viele verschiedene Kurzgeschichten, zusammen gefasst in 6 “Büchern des Blutes”. Das wusste ich lustigerweise weder, als ich den Film gesehen hatte (ich kannte den Titel damals gar nicht), noch als ich dann eben jene Kurzgeschichte in meinem Buch gelesen hatte. Aber ich erkannte die Ähnlichkeiten, man kann also sagen das sich der Film recht gut an die Handlung hält.
Das kann aber auch ein Problem sein, denn der Film wirkt vorhersehbar, fasst so, als hätte er sein Pulver bereits am Anfang der Geschichte verschossen (und das sage ich nicht weil ich die geschriebene Geschichte bereits kannte, denn ich habe erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen). Die Idee gefällt mir sehr gut und ich bin auch heute noch angetan von dem Gedanken, den Clive Barker hinter dieser Kurzgeschichte hatte. Schlecht gemacht war es auch wirklich nicht, aber eben auch nicht wirklich gut.
Man bekommt auch recht schnell das Gefühl, das Simon eigentlich nicht die Hauptfigur ist, sondern Mary. Und das, obwohl es mit ihm beginnt und er die Geschichte erzählt. Die handelnen Personen sind auch eher durchschnittlich.
Man bekommt mit “Book of Blood” jedenfalls einen recht mittelmäßigen Horrorfilm vorgesetzt mit vielen Szenen, die einen wenig überraschen, dafür aber mit einer schönen Grundidee. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich es aber eher empfehlen die paar wenigen Seiten der Geschichte zu lesen als den Film zu gucken. Da kommt der eigentlich gute Kern deutlich besser zur Geltung:)
Jacob’s Ladder - In der Gewalt des Jenseits
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1990
Länge: 108 min
FSK: 16
Handlung: Jacob Singer, ein Mitarbeiter bei der Post und Kriegsveteran, wird gequält von Alpträumen und Visionen. Der geschiedene Mann beginnt zunehmend Dinge zu sehen, die nicht wirklich zu sein scheinen und doch so schrecklich real sind. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebend, versucht Jacob, den Grund seiner schrecklichen Tortur auf die Spur zu kommen und möglicherweise eine Erklärung für die plötzlichen Tode seiner Kameraden zu finden. Ist eine im Krieg eingesetzte Droge die Ursache für sein Leid oder ist er sogar dabei, eine Verschwörung aufzudecken?
-
Gleich zum Anfang sollte ich fairerweise erwähnen, das ich normalerweise einen Bogen um Horrorfilme mache, die recht alt sind. Jacob’s Ladder ist dementsprechend auch der älteste Film, den ich bislang hier vorgestellt habe - Und der ist gut und gern so alt wie ich selbst.
Das liegt einfach auch daran, das ich mich nur mit den Filmen aus der heutigen Zeit auskenne und nicht einschätzen kann wie gut oder schlecht ein Horrorstreifen damals gewesen war. Und Vergleiche zwischen damals und heute sind ja auch nicht wirklich angebracht. Dennoch wurde mir der Film empfohlen (und ich bekomme gern Empfehlungen!) und nachdem ich auch gehört habe, dass er eine direkte Inspirationsquelle für die Spielereihe Silent Hill war, wollte ich ihn trotzdem einfach mal sehen.
Also ja, Jacob’s Ladder war eine Inspiration für Silent Hill, die sich, wenn ich das richtig gesehen habe, sogar ganze Szenen übernommen haben. Dieser Film war seinerzeits sicherlich eine absolute Neuheit mit dem “Body-Horror”, der dann wiederum auch in anderen Filmen untergekommen ist (z.B. in “Fragile”, was ich auch noch vorstellen werde).
Der ganze Rest konnte mich eher weniger überzeugen. Vielleicht war die Geschichte damals neu, aber mittlerweile habe ich leider schon viel zu viele Filme gesehen, die in diese Richtung gingen. Allerdings noch keinen mit so einer tollen Szene, wie die Krankenhausszene! Die war richtig gut und da erkennt man auch sofort wo die Macher der Spielereihe so manche Idee her hatten. Vielleicht haben viele Filme sich mittlerweile daran versucht, aber bisher habe ich auch noch keinen gesehen wo dieser wirre Horror auch so gut deutlich wurde wie in dieser einen Szene.
Von dem Ende war ich auch recht angetan weil ich diesen Umschwung nicht vorhersehen konnte und angenehm überrascht war. Ansonsten konnte sich bei mir leider aber keine Spannung aufbauen, genauso wenig wie irgendeine Art von Unbehagen. Es ist recht angenehme Kost für einen Film, der ab 16 eingestuft wurde, aber man muss eben auch im Kopf behalten wann er veröffentlicht wurde.
Mir fällt es eigentlich recht schwer dazu einen Eintrag zu schreiben. Letztendlich ist es einfach eine Art der Gewöhnung und des Gefallens, und ich bin alte Filme einfach nicht gewohnt, noch gefallen sie mir. Es lohnt sich aber trotzdem ihn gesehen zu haben, einfach weil er eine Inspirationsquelle ist und war und weil so manche Sachen zwar versucht wurden, bisher aber nie so gelungen waren wie hier in diesem Film. Zumindest habe ich es bisher noch nicht so gesehen.
Als schlecht würde ich ihn also ganz sicher nicht betiteln, er war zu seiner Zeit sicher eine absolute Neuheit und sehenswert ist er allemal!
Die Fährte des Grauens
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Länge: 93 min
FSK: 18
Handlung: In Burundi geht das Monster um. Der US-Reporter Tim Manfrey organisiert eine Expedition mit einigen Kollegen und einem Krokodilexperten in die Gegend, in der das Grauen herrscht. Vor Ort treffen sie auf ihren Kontaktmann Harry, der die frisch angereisten erst einmal vor dem Kriegsherren “Little Gustave” warnt. Als der Kameramann Johnson zufällig auch noch dazu kommt einen Mord an den Anwohnern eines Dorfes zu filmen, werden die Expeditionsteilnehmer gejagt. Nun haben sie nicht nur mit ihrem eigentlichen Problem “Gustave”, dem Krokodil, zu tun…
-
Unschwer zu erkennen dass es sich hier um einen Tierhorrorfilm handelt, also ist die erste Vorraussetzung wohl, das man mit dem Genre etwas anfangen kann. Aber selbst wenn man Freude an vollkommen durchgedrehten Tieren hat, kann ich diesen Film nicht unbedingt empfehlen.
“Die Fährte des Grauens” scheint zwei Handlungsstränge zu haben und wirkt fast so, als hätte man einen Film um ein blutdurstiges Krokodil und ein Bürgerkriegszenario zusammen gebastelt. Es wirkt recht uneinheitlich, nichts passt zusammen und das Geschehen mit dem Monster ist vorhersehbar und teils lächerlich. Ich meine, das ist ein Krokodil…ein ziemlich großes Krokodil. Und es schafft es tatsächlich sein Opfer im Sprint über sehr viele Meter hinweg zu verfolgen - auf Land, wohl gemerkt. Krokodile sind jetzt ja nicht unbedingt bekannt dafür ausdauernde und vorallem auch schnelle Sprinter zu sein und diese riesige Echse über Stock und Stein flitzen zu sehen, war für mich recht albern.
Noch dazu ist diese blutdrünstige Bestie auch recht unoriginell ausgefallen, genau so wie der Rest der Handlung. Spannung kam da kaum auf weil die meisten Szenen einen recht überzogenen Eindruck gemacht haben.
Das einzig wirklich coole an diesem Film ist das Cover der DVD. Wenn das Krokodil auch nur halb so echt ausgesehen hätte im Film, hätte man zumindest dafür einen Pluspunkt vergeben können.
Aufgrund der mangelhaften und wirklich uneinheitlichen Geschichte würde ich “Die Fährte des Grauens” also selbst Tierhorrorfilmliebhaber nicht nahe legen. Vielleicht wenn man etwas simples sucht um sich für einen Abend ein bisschen zu entertainen, aber nicht um wirklich Schrecken oder Spannung zu erleben.
Paranormal Activity 3
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2011
Länge: 91 min
FSK: 16
Handlung: Katie und Kristi, zwei erwachsene Schwestern mitten in der Gründung ihrer eigenen Familien, versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen woher die unheimlichen Ereignisse ihrer Kindheit stammen. In ihren Umzugskartons finden sie schon bald Videokassetten aus den 80ern mit Aufnahmen des gruseligen Geschehens und einigen Ritualen, die das Leben der beiden Schwestern nachhaltig negativ beeinflussen sollten. Das Problem nennt sich Tobi, ist groß, unsichtbar und alles andere als von friedlicher Gesinnung.
-
Paranormal Activity 3 ist nun also das Prequel der Reihe wo genauer beleuchtet werden soll, warum ausgerechnet diese beiden Schwestern von paranormalen Geschehnissen heimgesucht werden. Man brauch allerdings kein Wissen von den vorherigen Filmen um diesen hier sehen zu können, es ist also nicht zwingend notwendig Teil 1 und 2 anzuschauen. Wer die ersten Teile allerdings schon kennt, kann sich sicher sein was ihn in Teil 3 erwartet, denn mit irgendwelchen Neuheiten kann man hier nicht rechnen.
Als Ergänzung für die Geschichte finde ich Paranormal Activity 3 eigentlich ganz gelungen, er ist weder schlechter noch besser als die ersten Teile. Wer sich dort schon gefürchtet hat, wird das hier auch tun, und wen es nicht berühren konnte, wird auch hier nicht angetan sein.
Ich mag hin und wieder ein bisschen subtilen Horror ganz gern und es gab auch zwei Momente, wo ich mich selbst erschrocken habe. Der dritte Teil wirkt dabei nicht zwingend übertriebener als die anderen beiden und man bekommt am Ende genau das, was man sonst auch immer bekommt. Nur hatte ich bei diesem Teil dieses Mal das Gefühl dass die Geschehnisse näher beieinander lagen und man nicht viel Zeit damit verbringt Kameraaufnahmen zu sehen, auf denen letztendlich nichts passiert.
Mit diesem Film erwartet einen also keine Neuheiten, aber das muss auch nicht unbedingt sein wenn man fand, dass die ersten beiden Teile schon auf der richtigen Schiene gefahren sind. Wenn man sich mit dieser Art von unterschwelligen Horror anfreunden kann, bietet Paranormal Activity 3 sicher so einige Gruselmomente!
Der Schrei der Eule
Produktionsland: Deutschland, Frankreich, Kanada, Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: 100 min
FSK: 12
Handlung: Robert Forrester ist ein sensibler und nach seiner Scheidung auch besonders einsamer Mann. Nach seinen Umzug sucht er Ruhe und Frieden und begegnet schon bald der junge Jenny, die für ihn ein solch harmonisches Gefühl symbolisiert, das er sie fortan jeden Abend durchs Fenster beobachtet. Als seine voyeuristischen Neigungen auffliegen, lädt ihn Jenny widererwartens ein und verliebt sich kurzerhand in ihn. Nach einer Konfrontation mit ihrem Exfreund Greg gerät der Stein ins Rollen und ein grauenvolles Ereignis jagt das nächste.
-
In “Der Schrei der Eule” ist es vorallem anfänglich schwer zu sagen welche der handelnen Personen denn nun der/die Böse sei, denn wenn man glaubt Robert sei sonderbar, der hat die anderen Charaktere noch nicht kennen gelernt. Während ich den Film sah, fragte ich mich auch des Öfteren wer da nun der dringenste Patient für einen Psychiater wäre. Das wurde auch bis zum Schluss nicht so genau klar.
Man muss sich für die Geschichte begeistern können. Der Film ist gut gemacht, die Schauspieler haben sich Mühe gegeben die verdrehten Persönlichkeiten gut darzustellen und ich würde auch sagen dass es ihnen gelungen ist. Wenn man sich aber nicht für die Geschichte begeistern kann, plätschert das Geschehen nur so dahin. Es gibt keine wirklichen Spannungsmomente und nichts, was einen den Atem rauben kann. Die kargen Bilder sorgen dafür aber für eine beklemmende Atmosphäre.
Das Ende war allerdings ziemlich nichtssagend und unbefriedigend.
Schlecht ist der Film sicher nicht aber mich konnte er nicht überzeugen. Dafür wirkte alles zu langatmig und monoton. Wer aber Lust auf einen Film hat mit depressiver Grundstimmung und handelnen Personen, die wirklich alle irgendwie einen Schuss weg haben, kann sich dafür sicher erwärmen. Wenn man sich von der Geschichte mitreißen lassen kann, hat man sicher auch einige spannende Momente:)
Carriers
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: 81 min
FSK: 16
Handlung: Die Welt steht vor dem Aus, große Teile der Menschheit wurden bereits durch einen mutierten Virus dahin gerafft. In diesem postapokalyptischen Geschehen versuchen vier Jugendliche lebend und gesund die Westküste zu erreichen um dort hoffentlich eine Zuflucht vor der Pandemie zu finden. All ihren selbst aufgestellten Regeln zu trotz, nehmen sie einen Vater und dessen erkrankte Tochter ein Stück weit mit, aber es kam, was kommen musste.
-
Nein, es ist kein Zombie-Film. Es geht tatsächlich nur um einen Virus, der die Menschen offenbar nach und nach verwesen und letztendlich sterben lässt und um die vier Jugendlichen, die sich in dieser Katastrophe versuchen durchzuschlagen.
Ich weiß nun nicht genau wo ich anfangen soll. Carrieres versucht an die Menschlichkeit zu appellieren und nahe zu legen, dass man auch in solchen Katasprohen nicht nur auf sich selbst achten soll. Sie versuchen auf emotionaler Ebene zu berühren und aufzuzeigen, wie eine solche Pandemie eventuell aussehen könnte…aber trotz aller Bemühung kam bei mir weder Betroffenheit noch Spannung auf.
Es fängt schon bei Kleinigkeiten an. Der Virus wird offenbar hauptsächlich über die Atemwege aufgenommen (laut Erklärung des Films) und die vier Protagonisten tragen tatsächlich die meiste Zeit einen Atemschutz bei sich…nur eben nicht auf Mund und Nase. Sie versuchen betont drastisch gesund am Leben zu bleiben bis sie ihr Zielort erreichen, haben es aber in dieser kritischen Situation nicht nötig sich dementsprechend zu schützen. Ich bezweifel auch dass die Latexhandschuhe allein bei kurzärmeligen Shirts ausreichend Schutz bieten.
Wenn ich in eine Situation gerate, wo um mich drum herum alle Menschen entweder sterben oder gefährlich ansteckend für mich sind, würde ich ganz bestimmt auch nicht anfangen Golf zu spielen…vorallem nicht, wenn ich als Anführer der Gruppe immer wieder betone wie wichtig es mir sei meine Mitreisenden sicher ankommen zu lassen.
Solche Kleinigkeiten nahmen mir die Ernsthaftigkeit am Geschehen und ich fühlte schon keine besondere Bedrohung mehr, die von diesem Virus ausgehen sollte. Wenn sie Golf spielen können, kann es ja nicht so schlimm sein. Das alles verschaffte eher den Eindruck eines “Mini-Weltuntergangs” und nicht einer wirklich furchtbaren Tragödie. Fairness halber sei aber gesagt, dass es dennoch ein paar schöne Szenen gab, aber das hätte man alles günstiger darstellen können.
Menschen, die Spaß an Endzeit-Thrillern haben und über diese Dinge hinweg sehen können, können sich vielleicht begeistern für Carriers. Immerhin haben sich die Schauspieler wirklich ins Zeug gelegt und zumindest von dieser Seite aus eine überzeugende Darstellung geleistet. Ich denke aber, der Film hat recht viele Schwächen und würde ihn dementsprechend nicht unbedingt nahe legen.
Triangle - Die Angst kommt in Wellen
Produktionsland: UK, Australien
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: 95 min
FSK: 16
Handlung: Jess, die gestresste, alleinerziehende Mutter eines autistischen Jungens, nimmt sich zusammen mit ihrem Freund Greg eine hoffentlich entspannte Segeltörn vor um sich etwas zu erholen. Begleitet werden sie dabei von ein paar Freunden. Jess berichtet von einem scheinbar sehr verstörenden Alptraum, an den sie sich allerdings nicht mehr erinnern kann, aber sie wirkt recht eingenommen davon. Nach einiger Zeit gerät das kleine Schiff der Reisenden in einen Sturm und kentert, woraufhin die 6 Zuflucht finden auf einem mysteriösen Kreuzfahrtschiff. Auf der Suche nach anderen Menschen überkommt Jess ein Déjà-vu nach dem anderen.
-
Zu Triangle eine Einschätzung zu schreiben, ist ein bisschen schwierig wenn man nicht zu viel verraten möchte, denn man sollte die komplette Handlung ganz sicher nicht kennen ehe man ihn sich das erste Mal selbst angesehen hat. Was so banal von der Handlung her klingt, ist es nämlich gar nicht. Wer also damit rechnet wie üblich irgendein Geisterschiff vorzufinden, der irrt sich und kann sich beeindrucken lassen von der Komplexität der Geschichte.
In Triangle gibt es auf jeden Fall viele überraschende und auch verwirrende Momente und Wendungen, aber alles ergibt einen Sinn wenn man den Schluss sieht, der sich wirklich hervorragend in den gesamten Film einbindet. Ich habe mich in den gesamten 95 Minuten nicht ein einziges Mal gelangweilt und war sehr neugierig zu erfahren was für einen Sinn das alles letztendlich machen soll.
Dabei fährt dieser Film schon wieder ein bisschen mehr Brutalität und Blut auf, aber es hält sich noch soweit im Rahmen, das man nicht von Splatter oder Abschlachten sprechen kann. Manche Szenen haben mir aber aufgrund der bisheren Einzigartigkeit wirklich sehr zugesagt, nur kann ich natürlich nicht verraten welche;)
Triangle war also definitiv ein Film, den ich weiterempfehlen würde und der mich selbst positiv überrascht hat weil ich mit dieser recht ungewöhnlichen und stimmigen Geschichte gar nicht gerechnet hatte. Wer also vielleicht auf der Suche nach einem mal etwas anderem Horrorfilm ist - der würde sich sehr gut eignen!